Plattform für das Team · Mai 2026
Wer entscheidet was. Wohin wir gehen.
Alles, was du wissen musst.
Was ändert sich
für mich?
Wähle, wo du arbeitest. Du siehst sofort, was sich für dich ändert. Wer mehr wissen will, klickt sich von hier aus tiefer.
Wir wechseln
von Volumen
zu Wert.
Welche Liter verdienen Geld, und welche beschäftigen nur die Organisation?
Ein Startup
mit 150 Jahren
Erfahrung.
Produktion, Abfüllung, Logistik, Einkauf, Qualität. Das Fundament unter allen drei Motoren. Jedes digitale Startup kann eine Website bauen. Keines kann in drei Jahren eine Infrastruktur aufbauen, die wir seit 1873 pflegen.
Ein Team.
Vier Bereiche.
Alle hier.
Neun
Prozesse.
Ein Rhythmus.
entscheiden.
In jeder der neun Runden hat Alain als CEO ein Veto-Recht auf jeden Entscheid, unabhängig davon, ob er am Tisch war oder nicht. Das Veto hebt einen Entscheid nicht selbst auf. Es blockiert. Bei eingelegtem Veto wird der Entscheid automatisch in die nächste Wertrunde gehoben und dort final entschieden. Erwartete Häufigkeit: maximal ein- bis zweimal pro Quartal über alle neun Räume hinweg. Eine seltene Ausnahme.
als eigener Pfad.
Verantwortlich operativ: Nicky. In der Disposition: Stefan. Die Lohnabfüller-Kanäle (Volumen-Grosskunde, Spezialkunden) gehören in diese Quartalssicht.
Bis 2030.
In Bewegung.
Wer wir sind,
wenn niemand
zuschaut.
Es gibt zwei Arten von Zeit.
Die eine vergeht. Die andere bleibt.
Die eine wird gezählt. Die andere erzählt.
Alle sparen Zeit. Kaum jemand weiss, wofür.
Die zweite Art kann man nicht sparen. Nur leben.
Eine Stadt, in der man sich verläuft.
Ein See, der zu kalt ist. Und trotzdem.
Eine Arbeit, die packt. Eine Frage, die wach hält.
Ein Tisch, an dem man sitzen bleibt.
Und niemand schaut auf die Uhr.
Wein ist die zweite Art von Zeit. In Flaschen.
Ein Jahr, das man trinken kann: Sonne, Regen, Geduld.
Eine Welt, die man teilen kann:
ein Hang in Spanien, ein Keller im Wallis.
Familien, die Reben pflanzen für Enkel, die es noch nicht gibt.
So viel Arbeit für so etwas Einfaches: Freude.
Man öffnet ihn zu zweit, zu zwölft, manchmal allein,
an den besten Tagen und an denen, die Trost brauchen.
Er braucht keinen Anlass. Er ist einer.
Offiziell handeln wir mit Wein. Seit 1873.
Tatsächlich mit der zweiten Art von Zeit.
Was bleiben soll, braucht Zeit.
Der Wein hat es uns gelehrt. Das Leben hat es bestätigt.
Und wer uns Zeit gibt, soll gute zurückbekommen.
Von der ersten Art haben alle gleich viel.
Die zweite muss man sich nehmen.
Bucht die Reise. Deckt den Tisch.
Ruft an, statt zu schreiben.
Öffnet die Flasche, die ihr für später aufhebt.
Später ist jetzt.
gut gelebt.
Seit 1873.
mit Handschrift.
Handwerk macht das Versprechen wahr. Handschrift macht es unverwechselbar. Ohne beides bleibt die Ansage nur ein schöner Satz.
Handwerk mit Handschrift,
in vier Beziehungen.
Die Methode ist kein Plakat an der Wand. Sie zeigt sich darin, wie wir arbeiten, wie wir miteinander umgehen, wie wir Kunden begegnen und wie wir mit Produzenten zusammenarbeiten.
Wie wir arbeiten
- Verantwortung übernehmen statt nur beschäftigt sein. Liefern statt erklären.
- "Das haben wir immer so gemacht" ist kein Argument.
- Wir reden, bevor wir mailen. Wir entscheiden, bevor wir vertagen.
- Alles, was das Haus verlässt, trägt unseren Namen und unsere Verantwortung.
Wie wir miteinander umgehen
- Direkt, ohne Hierarchie-Denken. Ohne Abteilungs-Denken.
- Wir gehen direkt zur Person.
- Wir sagen es, wenn etwas nicht stimmt, bei der Person, die es ändern kann.
- Wir feiern leise und lernen laut.
Wie wir Kunden begegnen
- Wir bauen Beziehungen.
- Empfehlung schlägt Promotion. Wissen schlägt Rabatt.
- Kein Kunde verdient eine schlechte Erklärung. Aber jeder eine ehrliche.
- Wenn wir Nein sagen, dann früh und mit einem Grund.
Wie wir mit Produzenten arbeiten
- Produzenten werden planbar geführt.
- Wir sind Partner ihres Geschäfts.
- Joint Business Plans schlagen Bauchgefühl.
- Wir verkaufen, was sie machen. Sie machen, was wir verkaufen können.
Was uns das
Team
gefragt hat.
Klick auf einen unterstrichenen Namen oder Prozess springt zur jeweiligen Stelle und markiert sie kurz.
Die Worte,
mit denen wir
arbeiten.
Wo wir
wirklich
spielen.
Der Markt schrumpft seit einer Generation.
Von 1994 bis 2025 hat sich der Schweizer Weinkonsum von rund 2,93 Mio. Hektoliter auf 2,11 Mio. Hektoliter reduziert. Das sind 28 Prozent. In den letzten vier Jahren allein ist der Konsum um über 17 Prozent gefallen. Es ist kein Konjunktur-Effekt. Es ist eine strukturelle Verschiebung.
Wer in einem schrumpfenden Markt auf Volumen setzt, verliert. Punkt. Genau das ist der Grund, warum wir den kompletten Geschäftsmodell-Wechsel von Volumen zu Wert machen.
Wir wollen nicht der grösste Anbieter sein, der gegen jeden Preisrutsch ankämpft. Wir wollen der relevanteste Partner sein für die Kundinnen und Kunden, die weiterhin Wein wertschätzen und bereit sind, dafür einen fairen Preis zu zahlen.
Schweizer Wein gewinnt Marktanteile.
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 79,2 Mio. Liter Schweizer Wein und 132,0 Mio. Liter ausländischer Wein getrunken. Schweizer Wein konnte gegenüber 2024 um 2,3 Prozent zulegen, während ausländischer Wein um 6,4 Prozent verlor. Der Marktanteil Schweizer Weins ist damit von 35,5 auf 37,5 Prozent geklettert.
Schweizer Wein gewinnt. Premium-Schaumwein gewinnt. Biodynamische und alternative Weine gewinnen. Discount-Volumen aus dem Ausland verliert. Das ist unser Spielfeld.
Italien dominiert. USA explodiert. Australien stürzt ab.
2025 wurden 155 Mio. Liter Wein importiert, das sind 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Italien ist mit 44 Prozent Marktanteil weiter klar Nummer eins. Aber unter den Top 10 gibt es spektakuläre Bewegungen: Die USA legen um 89 Prozent zu und rücken auf Platz 5 vor. Australien verliert 60 Prozent und fällt auf Platz 10 zurück.
Eine US-Welle von 89 Prozent ist eine Reaktion auf Wechselkurse, Importzölle und ein paar grosse Listings. Australien um 60 Prozent runter heisst: Eine grosse Distributor-Bewegung ist weggebrochen.
Wir lassen uns von solchen Bewegungen nicht treiben. Unsere Herkunftsländer wählen wir auf Basis von Produzentenqualität, Beziehungsstabilität und Story-Tiefe.
82 Mio. Liter Ernte. Eine stille Verschiebung in den Rebsorten.
Die Schweiz hat 2025 rund 82 Mio. Liter Wein produziert, 9 Prozent mehr als im sehr nassen 2024. Aber immer noch 8,8 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Spannender als das Volumen ist, was angebaut wird: weisse Sorten wachsen leicht, rote schrumpfen. Und innerhalb der Sorten verschieben sich die Anteile.
Weisse Sorten
Rote Sorten
Petite Arvine wächst stärker als jede andere Top-10-Weisssorte. Chardonnay wächst. Spezialitäten wachsen. Chasselas und Müller-Thurgau schrumpfen. Dahinter stehen Konsumentinnen und Konsumenten, die sich präziser, regionaler und charakterstärker orientieren.
Für uns als Schweizer Distributor heisst das: wir konzentrieren uns mit unseren Schweizer Partnern auf das, was sortenseitig wirklich Zukunft hat, und gehen mit den traditionellen Volumensorten realistisch um.
Mehr Wein im Keller. Weniger Wein im Glas.
Per 31. Dezember 2025 liegen in den Schweizer Kellern 220 Mio. Liter Wein. Das sind 7 Mio. Liter mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig fällt der Konsum jedes Jahr weiter. Diese Schere zwischen Produktion und Absatz, kombiniert mit hohen Produktionskosten, ist das zentrale Branchenproblem.
Wenn der ganze Markt zu viel Lager hat, willst du nicht der sein, der noch mehr einkauft. Du willst der sein, der seinen Bestand dreht. Das ist genau die Idee hinter Depletion-first: Wir kaufen erst nach, wenn der Wein beim Endkunden tatsächlich getrunken wurde.
Das klingt selbstverständlich. Ist es aber in der Schweizer Weinbranche nicht. Viele Betriebe schieben weiterhin Inventar in den Handel, weil sie damit ihren Umsatz hochhalten. Sie verlängern damit nur den Schmerz.
Das alte Volumen Modell stirbt. Unseres beginnt.
Wenn du fünf Minuten lang die Zahlen ansiehst, siehst du dasselbe Bild aus jeder Richtung: der Markt für günstigen Massenwein in der Schweiz ist im strukturellen Rückzug. Volumen, Konsum, ausländische Massensegmente, alles fällt. Gleichzeitig stehen die Lager voll.
Was nicht fällt, oder sogar wächst, sind die Premium-, Spezialitäten- und Schweiz-nahen Segmente. Champagne in der hochwertigen Gastronomie. Biodynamische Weine. Schweizer Spezialitätensorten. Eigenständige Produzenten mit Geschichte und Profil.
Genau dort positionieren wir Edvin. Mit Bollinger als Champagne-Anker. Mit Gut Oggau als biodynamischer Brückenkopf. Mit den besten Schweizer Privatweingütern. Mit einem Geschäftsmodell, das auf Marge, Beziehung und Tiefe setzt.
Das ist die einzig rationale Antwort auf die Zahlen, die du gerade gesehen hast.